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Fahrradfahren und der Fernwanderweg E1

Leider passte das Radfahren und der Fernwanderweg nicht so richtig gut zusammen. Der E1 verläuft auf zu kleinen und schlecht befahrbaren Wegen. Dies war uns mit den vollbepackten Reiserädern zu mühsam. Zum anderen kostet die Orientierung auf kleinen Wegen zu viel Zeit und wir waren doch immer recht froh über gut ausgeschilderte Fahradwege.
Auf der anderen Seite ist es natürlich sehr gut, sich an einem Fernwanderweg zu orientieren ohne sich sklavisch an die Wegführung zu halten. Denn die Fernwanderwege sind immer an sehr schönen Strecken und Orten entlang geführt.

Fahrradfahren und Deutschland

In unseren Augen ein Traumpaar ;-) Die wunderschöne Landschaft Deutschlands kombiniert mit Fahrradwegen, die meistens abseits der großen Verkehrsstraßen geführt sind, machen einfach Spaß. Gerade das Dahinrollen auf geteerten Seitenstraßen oder festen Forst- und Feldwegen macht am Radfahren so richtig Spaß. Wenn die Augen und die Konzentration nicht am Weg kleben, sondern frei in der Natur umherschweifen können. Schon toll!

Fahrradfahren und Essen

Schon erstaunlich, welchen Appetit man durch das Fahradfahren entwickelt. Solche Mengen an Essen habe ich seit langem nicht mehr verschlungen, ohne auch nur ein Gramm zuzunehmen.
Zum Glück ist in Deutschland die Versorgung mit Bratwurstbuden, Eisdielen, Restaurants, Supermärkten, Bäckereien und anderen Verpflegungsstationen so lückenlos, dass immer genügend Nachschub da war.

Fahrradfahren und Übernachten

Aufgrund unserer Erfahrungen beim Wandern hatten wir alle Hotelzimmer vorbestellt. Beim Wandern kommt es nach einer langen Tagesetappe von 30 km mit Gepäck einer mittleren Katastrophe gleich, wenn man im gewünschten Ort kein Hotel findet und noch 5 km weiter muss. Mit dem Fahrad ist das dagegen kein Problem. Bei unseren Tagesetappen waren wir eigentlich nie so ausgepumpt, dass nicht noch 10 km möglich gewesen wären. Trotzdem ist es angenehm zu wissen, dass abends ein schönes Hotelzimmer mit warmer Dusche auf einen wartet. Vor allem an den Regentagen!

Fazit

Urlaub mit dem Rad hat uns echt begeistert. Man ist genau mit dem richtigen Tempo unterwegs. Auf der einen Seite kann man, wenn es interessant ist langsam fahren oder auch mal eine Tour zu Fuß machen, auf der anderen Seite kann man an den Tagen, an denen es durch eher gleichförmige Landschaft geht, auch mal Tempo machen.
Vor allem ist das Fahrrad ideal als Lastesel. Das Schleppen des Gepäcks für 10 oder mehr Tage kann einem das Fernwandern schon verleiden. Selbst bei größter Einschränkung sind schnell 10 bis 15 kg zusammen und die werden bis zum Abend ganz schön schwer! Auf dem Fahrrad dagegen ist von dem Gepäck eigentlich nichts zu spüren. Man muss nur mit einer Verringerung der Durchschnittsgeschwindigkeit gegenüber Radfahren ohne Gepäck leben.
Wir können es als als Urlaubsart nur jedem wärmstens empfehlen und es muss ja nicht gleich die volle Deutschlandtour sein, es reicht auch schon ein Wochenende!

Für uns ist es auf jeden Fall die Urlaubsart schlechthin

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